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SC Liestal Basket

Im SCL-Heftli Nr. 2 des Jahres 1981 erschien erstmals ein Artikel über eine zu diesem Zeitpunkt in der Deutschschweiz doch eher befremdlich anmutende Sportart "Basketball". Im zweiseitigen Artikel ging es noch um keine Mannschaft oder sonst um welche Personen, es ging leidiglich darum, die Sportart im Verein bekanntzumachen, denn es sollte bald der Entscheid fallen ob wir nun dem SCL angehören oder nicht.
Im Verlaufe der Saison 1980/81 wurden wir tatsächlich als offizielle Basketball-Abteilung im SC Liestal aufgenommen.

Zwei weibliche Equipen (das Herrenteam hatte sich aufgelöst) starteten im Herbst 1981 zur ersten Meisterschaft unter neuem Namen. Es sollte gleich eine erfolgreiche werden. Während die Juniorinnen B den 4.Rang unter 11 Mannschaften erkämpften gewannen die Damen um Patricia Tambini in der zweiten Liga neun von zehn Spielen und damit den ersten Regionalmeistertitel für den SC Liestal.

Auch in der Saison 1982/83 hielt die weibliche Dominanz an. Der SCL startete mit vier Mannschaften: Damen 1.Liga (damals noch regional), Juniorinnen A und B und mit einem Herren 4. Liga-Team.
Höhepunkt dieser Saison war die Qualifikation der Juniorinnen B für die Endrunde der Schweizer Meisterschaft. Diese wurde als Turnier durchgeführt, wobei unser Verein für die Organisation verantwortlich war. Unser Team konnte bei diesem Anlass begeistern und musste sich lediglich dem nachmaligen Schweizer Meister Nyon knapp beugen.

1983/84 wurde die Anzahl Teams wiederum verdoppelt. 4 Damen und eben soviele Herren Teams kämpften in dieser Saison um Punkte. Besonders die Zielsetzung eines Teams verdient hier Erwähnung. Das Damen 1 spielte um den Aufstieg in die 1.Nationale Liga. Nun denn, es sollte trotz einer guten Meisterschaft, erst ein Jahr später Tatsache werden.

1984/85 hat wegen wegen den folgenden zwei wichtigen Ereignissen einen speziellen Platz in dieser Chronik verdient.
Zum einen machten die Damen ihr Saisonziel wahr und schafften den Aufstieg in die Nationalliga.

Fast noch wichtiger ist der Karrierestart von über zwei Dutzend Juniorinnen C des Jahrgangs 1971.
In späteren Jahren sollten sie ihr Können unter Beweis stellen!
Mit 10 gemeldeten Mannschaften erreichte unsere Abteilung in diesem Jahr einen einstweiligen Rekord.

Schon in ihrer zweiten Saison 1985/86, gelang eben genannten 71ern die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften, wo sie dann vor allem viel Erfahrung (für 2 Jahre später) gewannen.
Dafür behauptete sich das Damen 1 souverän auf nationalem Terrain und verpasste die Qualifikation für die Aufstiegsspiele in die Nationalliga B um Haaresbreite. Ein Höhepunkt war auch das Cupspiel gegen den Nationalliga-A Verein City Fribourg in der kleinen Halle Frenkenbündten.
Den direkten Durchmarsch von der 4. in die 2. Liga schaffte das Herren 1.
Der Sieg der Junioren A an der Deutschschweizer Meisterschaft komplettierte diese überaus erfolgreiche Saison.

Für 1986/87 konnten nur noch fünf Mannschaften gemeldet werden, wobei erstmals mehr männliche als weibliche (3 zu 2). Das Damen 1 musste leider wegen zu vieler beruflich bedingter Wegzüge unverhofft zurückgezogen werden. Dafür sorgte das Herren 1 in der 2. Liga für Furore und qualifizierte sich für den Aufstieg in die 1. Nationalliga. Personalprobleme und die ungenügenden Strukturen in der Abteilung liessen es jedoch nicht für ratsam erscheinen, das finanzielle Wagnis eines Aufstiegs einzugehen.

1987/88 war wiederum das Jahr der 71er Juniorinnen, diesmal in der B-Kategorie. Planmässig wurde die Regionalmeisterschaft gewonnen und damit die Berechtigung erlangt, um den Schweizer Meistertitel kämpfen zu können. Waren es die Waadtländer Schiedsrichter im entscheidenden Spiel gegen Pully (das Turnier fand in Pully statt!) oder waren es die zu schwachen Gegner in der Regionalmeisterschaft, die sie eine Saison lang nicht gerade motiviert hatten, hart zu trainieren? Tatsache ist, dass das ganz grosse Ziel, den Schweizermeister Titel, leider knapp verpasst wurde. Als kleiner Trost blieb dann doch der Titel eines Deutschschweizer Meisters, der im Rahmen eines weiteren Turniers vergeben wurde.

1988/89 riss eigentlich kaum eine Liestaler Mannschaft mehr Stricke. Das sehr junge Damen 1 verpasste den Aufstieg in die erste Liga nur knapp. Die Junioren A spielten in der regionalen Meisterschaft ganz vorne mit, verzichteten jedoch aus beruflichen Gründen (Lehrabschluss) auf die Teilnahme an der nationalen Meisterschaft.

Nur noch drei Mannschaften vertraten 1989/90 die schwarz-gelben Farben. Das neu gebildete Herren Team unter Roman Lenz verpasste den Aufstieg in die 2. Liga mit drei Ein-Punkte-Niederlagen nur deshalb, weil der Verband sich kurzfristig entschieden hatte, lediglich den Meister aufsteigen zu lassen. In der nationalen Juniorinnen-A Kategorie wurde erfolgreich um den Ligaerhalt gekämpft. Dennoch würde diese Mannschaft in der kommenden Saison nicht mehr spielen, da die meisten Spielerinnen dem Jugendalter entwachsen sein werden. Ihr Trainerinnen-Debüt gaben in dieser Saison Andrea Hoch und Isabella Zeugin (die zu Ariesheim gewechselt hatte) mit den Juniorinnen C.

1990/91 erfuhr unsere Abteilung zum ersten Mal einen Wechsel an der Spitze: Martin Inglin wurde neuer Präsident. Mit dem (wie sich später zeigen sollte) «vorübergehenden» Weggang des bisherigen Präsidenten (Alain Schwab), «verschwand» auch des SCLs übriggebliebener Schiedsrichter. Damit konnte lediglich die nicht kontingentspflichtige Mannschaft der Juniorinnen C zur Meisterschaft angemeldet werden.

Mit der Saison 1991/92 begann dann wieder der «Aufstieg» des SCLB zu neuer Grösse. Gleich fünf Mannschaften konnten angemeIdet werden. Das wieder «gefundene» Damenteam (viele Spielerinnen haben zurück zum SCL gefunden) begann einen neuerlichen Aufstiegsversuch in die 1. Liga, aus dem letztjährigen C- Team konnten gleich zwei Juniorinnen-B-Mannschaften gebildet werden, Michi Gysin, Marc Werfeli, Cyrill Spale und Florian Weiz begannen ihre Basketballkarriere als C-Junioren und Isabella Zeugin startete in der 4. Liga ihren «Spaziergang» mit dem Herrenteam, das sie auf direktem Wege in die 2. Liga bringen sollte.

1992/93 tastete sich der Schreiberling erneut an «seinen» Verein heran und durfte gleich die neu gebildete Juniorinnen-A Equipe übernehmen. Da der Regionalverband keine eigene Meisterschaft anbot, musste denn auch gleich auf nationalem Parkett gekämpft werden. Die Reisen führten uns u. a. zweimal ins Tessin. Wir gewannen sehr viel in dieser Saison, nämlich Erfahrung. Immerhin spielten später noch über die Hälfte der Spielerinnen im Damen 1 und bildeten das junge Rückgrat. Mit ihren Herren blieb Isabella auch diese Saison ungeschlagen und brachte einen weiteren Meisterschafts-Ball nach Hause.

1993/94 ging es basketballerisch wieder aufwärts: Sieben SCL Mannschaften nahmen an der regionalen Meisterschaft teil. Spezielle Erwähnung gebührt der Herren Equipe. Sie schaffte den Liga-Erhalt und verblieb in der 2.Liga.

1994/95 brachte zwar keine sportlichen Höhepunkte (leider verliessen auch die Herren die 2.Liga). Dafür wurden jedoch im organisatorischen Bereich jene Voraussetzungen geschaffen, die es in Zukunft ermöglichen sollten, sportliche Erfolge auch effektiv umsetzen zu können.

Diese begannen sich denn auch 1995/96 abzuzeichnen. Das Damen Team qualifizierte sich souverän für die Aufstiegsspiele in die 1.Liga. Doch zum zweiten Mal in unserer Vereinsgeschichte wurde auf dieses Recht verzichtet. Zu unsicher erschien die Zukunft.
Mit lediglich einer Juniorinnen-B Mannschaft als Nachwuchs, die eben gerade ihre erste Meisterschaft hinter sich gebracht hatte, erschien ein möglicher Aufstieg als zu riskant.

1996/97 sollte es dann endlich soweit sein: Zwölf Jahre nach dem erstmaligen Aufstieg schaffte unser Damen Team erneut den Sprung in die 1.Nationalliga. Nach dem Spaziergang in der Regionalmeisterschaft musste am Aufstiegsturnier noch gezittert werden, doch nach einem Sieg und einer Niederlage war der grosse Schritt Tatsache.
Die Herren verschoben ihren Aufstieg auf das nächste Jahr.

1997/98 brachte einen neuen Mannschaftsrekord: 12 Mannschaften kämpften in 11 Ligen um Körbe und Punkte. Die Herren schafften nach einer englischen Woche zum Schluss der Saison den ersehnten Aufstieg in die 2.Liga. Die Damen bestritten eine äusserst erfolgreiche erste Saison auf nationalem Parkett. Im Zuge der zwei Top-1-Mannschaften begannen sich die Nachwuchsmannschaften zu entwickeln.

In der Saison 1998/99 gab Trainer Dani Müri sein Debüt als Mini Trainer. Alle 17 Spiele wurden gewonnen und die Minis holten ihren ersten Regiomeister Titel. An den Nationalen Spieltagen in Sierre musste man sich nur Meister Nyon geschlagen geben!
Die Herren erreichten den 7.Schlussrang in der 2.Liga und die Damen etablierten sich in der 1.Liga und wehrten sich erfolgreich gegen den Abstieg!

1999/00 hielt die Dominanz der Minis an. Von 18 Spielen konnte man deren 17 für sich entscheiden und einen weiteren Meisterschaftsball nach Hause tragen! Beeindruckend war die Leistung an den nationalen Minitagen in Fribourg. Das Team gewann alle 5 Spiele, dazu kam noch das sich Spieler wie Kevin Müri, Marco Mangold und Marc Dietrich zu Führungsspieler entwickelten! Die Herren konnten ihren Rang halten und die Damen behaupteten sich weiterhin in der 1.Liga. Die Juniorinnen verschlechterten sich über die Jahre und waren jeweils Aussenseiter in ihren Ligen!

Ein weiterer wichtiger Zuzug für die Junioren des SCL wurde in der Saison 2000/01 vorallem dank Dani Müri (er hatte das Amt als C Junioren Trainer übernommen) perfekt. Werner Mettler übernahm die Junioren U17 Inter und machte im ersten Jahr das Möglichste! 4.Rang an der Deutsch-Schweizermeisterschaft und die Qualifikation für die Schweizermeisterschaft. Die Minis qualifizierten sich für die nationalen Minitage in Neuenburg!
Viel wichtiger ist allerdings der Auftritt der Junioren C in diesem Jahr. Souverän gewann man den Regiomeistertitel und qualifizierte sich für die Schweizermeisterschaft. Als Aussenseiter wurden wir in die Gruppe mit Genf, Lugano und Rüti gesteckt.
Mit viel Kampf bezwangen wir Lugano in einem gehässigen Spiel (es fand in Lugano statt und wurde frühzeitig abgebrochen). Nun das entscheidende Spiel gegen Genf. Wir spielten fast schon über unserem Können und schalteten den Turnierfavoriten aus und qualifizierten uns für das Halbfinal. Leider verloren wir gegen Gordola kläglich mit 10 Punkten und verpassten den ganz grossen Coup.
Die Herren strebten in der Tabelle einen Rang unter den ersten drei an und erreichten ihr Ziel. Unser Club hatte langsam aber sicher mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Viele Spielerinnen vom Damen 1 verliessen den Verein und die Erfolge blieben aus. Trotzdem erhielt man die Chance weiterhin 1.Liga Basketball zu spielen. Es lohnte sich aber nicht mehr das Geld in dieses riskante Unterfangen zu stecken. Nach langem hin und her entschied man sich für den Abstieg.

Das Zepter beim SCL wurde nun endgültig der Herren-Abteilung übergeben. Was bald folgte war ein Schaulaufen der SCL Junioren duch die Saison 2001/02. Die Minis wurden wieder einmal Regiomeister und spielten an den Minitagen in Bernex gegen die angeblich beste Mini-Mannschaft der Schweiz unentschieden (bei den Minis gibt's Unentschieden).
Eine Kategorie höher spielten die Junioren C ihre Konkurrenz schwindlig und errangen den Regiomeister Titel. Leider schied man an der Schweizermeisterschaft gegen Finalist Lugano aus. Bei den Junioren B wagte der SCL den Versuch zwei Mannschaften anzumelden (Inter und Regio). Auch in dieser Kategorie wurden wir Regiomeister. Die Intermannschaft wurde überlegen Deutsch-Schweizermeister und qualifizierte sich für die Schweizermeisterschaft in Zürich.
Das Team deklassierte jeden Gegner in dieser Saison und gehörte zu den engen Favoriten um den Titel. Leider verletzten sich wichtige Spieler und man schied zur Enttäuschung des Trainers und vieler Spieler gegen ein Tessinerteam aus.
Die Damen etablierten sich in der 2.Liga und die Herren stiegen in die 2.Liga Inter auf.

2002/03 blieb ranglistenmässig bei den Damen alles beim alten.
Allerdings spielten die Herren neu in der 2.Liga Inter. Es hatten sich zur Freude der Juniorentrainer einige Spieler ins Team von Dominik Tschopp gekämpft.
Leider aber verliessen zahlreiche Junioren B und auch Trainer Werner Mettler aus diversen Gründen den Verein. Man meldete keine U17 Mannschaft mehr und spielte Junioren A Inter. Die Minis und die Junioren C verpassten den Regiomeistertitel um ein Haar. Trotzdem qualifizierten sie sich zum 5 Mal in Folge für die Minitage im Appenzell.

Dies war zugleich die letzte Saison des SCL. Präsident Alain Schwab, der den Verein lange Jahre am Leben gehalten hat, verliess uns in Richtung Arlesheim.
Mit ein Grund für einen Neuanfang dachten sich die Verantwortlichen. Wir lösten uns vom Sportclub und gründeten anfangs Sommer 03 Liestal Basket 44.